Trail-Sports

Der verflixte Salzweg

Meiner neuerlicher Versuch den Salzweg zwischen Neckarsulm und Hölzern abzulaufen…

Nachdem ich ja bereits vor einiger Zeit so meine Probleme mit dem Salzweg hatte ->Bericht wollte ich den Weg diesmal vom westlichen Ende aus angehen.
Gesagt getan! Meine Frau schmeißt mich am Parkplatz oberhalb des Aquatolls (Schwimmbad in Neckarsulm) raus und ich stürme frohen Mutes rechts auf den Trail Richtung Binswanger Haus und Stromberg.
Nach kurzer Zeit gelange ich auch auf das Binswanger Sträßle, passiere die Schutzhütte und schlage mich über einen (schmaleren) Nebenweg den Berg hoch. Oben angekommen sollte laut Karte der Hauptweg eine Rechtskurve beschreiben.
HAH!!! Da laufe ich doch schön in eine Kurve und biege dabei rechts herum Richtung Osten ab. Dumm nur, wenn der eigentliche Weg innerhalb der Rechtskurve dann doch noch ein wenig weiter GERADEAUS verläuft :-(
Das Ende vom Lied, „meine“ Rechtskurve verläuft in einem engeren Radius, so dass ich komplett in die falsche Richtung und somit aus den Wald heraus laufe!
Querfeldein Richtung Trailhead bringt nix, also entschließe ich mich den Salzweg sausen zu lassen und entlang des Waldrands oberhalb der Rebflächen in östliche Richtung weiter zu laufen.
Den Gedanken habe ich gerade verinnerlicht und auch akzeptiert, da treffe ich einen Passanten welcher mir den Zuweg zum Salzweg erklärt.

Da sind sie hier völlig falsch! Viel zu weit! Da laufen Sie die ganze Nacht!
Nicht gerade ermutigende Wort… aber da ich mich zumindest ein wenig in diesem Waldabschnitt auskenne wollte und konnte ich die Worte nicht so ganz für bare Münze nehmen.
Dummerweise ist mir auf den ca. 2km vom Treffpunkt zum Traileinstieg beim zählen der Querwege nicht aufgefallen wie dunkel es mittlerweile war.
Am Trail (immer noch nur der Zuweg zum Salzweg) angekommen fiel mir dann noch etwas viel dramatischeres auf. Ich hatte meine Lampe zu Hause vergessen!!!
Mittlerweile war der Trail nur noch schwer wahrzunehmen und nach knapp einem Kilometer fand ich mich an einer mir bekannten Wegmarke wieder.
Erstmal Pause, Riegel raus und überlegen wie es weitergeht. Fakt war, im Dunkel konnte ich nicht im Wald bleiben. Neue Idee: Querweg Richtung Süden laufen und dann wieder auf befestigen Wegen parallel zum Waldrand weiter. (Hatte ich diese Idee nicht schon ein mal???) Also ging es wieder runter vom Salzweg und auf einem breiten Waldweg runter zum Waldrand. Die ersten Lichter der nahenden Ortschaft ließen mich erleichtert durchatmen.

Nasser Asphalt
Schön waren die Lichter, besch*** war der plötzlich eintretende Hagelschauer.
Wieder einmal musste ich meinen Plan umwerfen. Bei diesem Wetter wollte ich auf keinen Fall den gesamten Waldrand entlang bis auf Höhe des Endpunktes meiner salzweg-Expedition laufen um anschließend noch 7-8km Quer durch Wald und Wiesen nach Hause zu laufen.
Also ging es auf direktem Weg den Berg runter in die nächste Ortschaft. Nun hieß es die verbleibenden 45min bis nach Hause durch den Regen-/Hagel-/Schneeschauer auf Asphalt zurückzulegen. Entlang der Hauptstraßen orientierte ich mich an Radnetz-Wegweisern um mich Richtung Heimat zu bewegen. Von Autoscheinwerfern dauergeblendet ging es auf die schemenhaft erkennbare Burgruine Weibertreu zu
Kurz vorm Ortseingang Weinsberg bog linker Hand der Radweg nach Ellhofen (Home sweet Home) ab. Geschafft!!! Komplett durchnässt und mit brennenden Fußsohlen lief ich durch die imaginäre Ziellinie, unser Gartentor.

Der Move zeigt mir 19km + Unterbrechungen an denen Witterungsbedingt der GPS-Empfang aussetzte. Ziel waren schon die 20km +/-, passt also. Aber irgendwie hatte ich mir das alles anders vorgestellt.
Improvisationskunst und ein guter Orientierungssinn haben die Situation dann doch noch retten können.

Hier der Move
Bilder gibt es leider keine…

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